75. Geburtstagsjubiläum von HANNE DARBOVEN

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Foto: Hanne Darboven Stiftung | Kunsthalle Basel, 1991

»Eins + eins ist eins zwei. Zwei ist eins zwei. Das ist meine Urthese für alle Gesetze, die bei mir mathematisch durchlaufen. Ich schreibe mathematische Literatur und mathematische Musik.« (Hanne Darboven)

75. Geburtstagsjubiläum

von

HANNE DARBOVEN

am 29. April 2016

SA 30 APR 16 | Rolf-Liebermann-Studio | 19 Uhr

Konzert und Festveranstaltung zum 150. Jubiläum von J.J.Darboven
und zum 75. Geburtstagsjubiläum von Hanne Darboven.

Ensemble Resonanz

Aurélien Bello, Dirigent
Julia Giebel, Sopran
Michael Connaire, Tenor
Dominik Köninger, Bass

interpretiert Werke von

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur

Johann Sebastian Bach
Kantate Nr. 211 »Schweigt stille, plaudert nicht« (Kaffeekantate)

Hanne Darboven (1941-2009)
Symphonie Fin de Siècle, op. 27

Seltsam nur, dass in ihrem lebenslangen Wohnort Harburg in 2016 NICHTS dergleichen stattfindet.

 


 

Ich schreibe, aber ich beschreibe nichts.“ Hanne Darboven

Hanne Darboven

(29. April 1941 – 9. März 2009)

  • gehört zu den international renommiertesten Konzept-Künstlerinnen.
  • Sie vertrat Deutschland auf der Biennale in Venedig, hat mehrere Male an der documenta teilgenommen und ist in den wichtigsten internationalen Museen präsent.
  • Geboren 1941 in München, aufgewachsen in Hamburg-Harburg, lebte und arbeitete in Hamburg-Harburg. 1994 erhielt Hanne Darboven in Hamburg den angesehenen Lichtwark-Preis.
  • Am Montag, den 09. März 2009 verstarb Hanne Darboven im Alter von 67 Jahren in ihrem Wohnort Rönneburg, in Hamburg-Harburg.

Zahlenkolonnen auf Schreibmaschinenpapier – Hanne Darboven (1941–2009) katalogisierte die Zeit. Die wohl bedeutendste deutsche Konzeptualistin addierte, bildete Quersummen, notierte, hielt fest. Der aufgeschriebene Moment gerann unter ihren Händen zum Kunstwerk.

Hanne Darboven Unbändig

BUCH | Hanne Darboven: Unbändig

Gespräche mit Carl Andre, Joseph Kosuth, Rainer Langhans,
Almir Mavignier, Andreas Osarek, Gert de Vries,
Lawrence Weiner u.a.

Gebundene Ausgabe
250 Seiten
69 Abbildungen
18,00 x 21,00 cm
Hatje Cantz Verlag
Sprache: Deutsch

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Die montageartige Biografie begibt sich auf Spurensuche und stellt eine faszinierend-androgyne Frauenfigur in den Mittelpunkt. Aus großbürgerlichem Hamburger Hause stammend, erlebte Darboven ihre künstlerische Erweckung im New York der 1960er-Jahre und machte schließlich eine steile internationale Künstlerkarriere.

In dem Band wechseln erzählte Passagen, Gesprächsprotokolle und Interviews mit Weggefährten wie Lawrence Weiner, Carl Andre, Joseph Kosuth, Kasper König oder Rainer Langhans einander ab. Diese persönlichen Perspektiven machen nicht zuletzt auch die künstlerische Entwicklung anschaulich und erleichtern den Zugang zum hermetischen Werk Darbovens.

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In 2006 fand die letzte große Einzelausstellung von Hanne Darboven in der Deutsche Guggenheim, Berlin statt. Hanne Darbovens Installation Hommage à Picasso für das Deutsche Guggenheim, (4. Februar bis 23. April 2006) dokumentierte das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts und war gleichzeitig eine außergewöhnliche Hommage der international wohl bekanntesten deutschen Künstlerin an den Künstler des 20. Jahrhunderts.

Hanne-Darboven-Hommage-à-PicassoHanne Darboven. Hommage a Picasso

Gespräch von Gerd de Vries mit Sibylle Omlin, Texte von Valery L. Hillings, Wolfgang Marx, Anne Rorimer, Svenja Gräfin von Reichenbach

Broschiert, 96 Seiten,
49 Abb., davon 34 farbig,

3 Klapptafeln
mit Audio-CD OPUS 60
Sprache: Deutsch
27,8 x 23 x 1,4 cm

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Das Buch dokumentiert eine Auftragsarbeit für das Deutsche Guggenheim in Berlin: eine aktualisierte und erweiterte Version von Hommage à Picasso aus den Jahren 1995/96.

In der Installation notiert Darboven auf insgesamt 9720 Schriftblättern in vier Varianten numerisch das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts. Als Reminiszenz an den »größten Künstler des 20. Jahrhunderts« setzt Darboven ihre Arbeiten in »picassoesk« handbemalte Rahmen, die Kleinkünstler, inspiriert von Picassos Jacqueline in türkischem Kostüm, entworfen haben.

Ergänzt werden diese Blätter von Skulpturen sowie Darbovens musikalischer Komposition Opus 60, die dem Band auf CD beiliegt.

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Friedrich II

Eine besondere Arbeit mit Harburger Bezug ist „Friedrich II, Harburg 1986“, die als Grundmotiv eine Postkarte mit der Ansicht des Harburger Sand ca. 1908/1910 verwendet.

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Abb./Quelle: Helms-Museum, Hamburg-Harburg

Autobiographischer Bezug / Friedrich II:

Hanne Darboven, aufgewachsen in Harburg, lebte mit ihren Eltern einige Jahre am Sand, Standort des 1895 gegründeten „Colonialwaaren- und Conserven-Geschäft mit Dampf-Kafferösterei“ ihres Großvaters J.W. Darboven. Der Betrachtungsstandpunkt der Postkarte entspricht dem Standort des Darbovschen Geschäfts.


HANNE DARBOVEN [ artplacement ] [ wikipedia ] [ Hanne-Darboven-Stiftung ]


 

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